Die Haltlosen

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Die Haltlosen
Gründung 1988
Auflösung 1989
Ort Dresden
Besetzung
Gesang Marian Meinhardt
Gitarre1 André Zülchner †
Gitarre2 Renee Dürsel
B-Gitarre Stefan Schandera
Schlagzeug Marco Hübschmann


Webseiten

Offizielle Webseite

Die Haltlosen bei myspace


Geschichte

Die Haltlosen aus Dresden gründeten sich Ende des Jahres ’88 im Dresdner Stadtteil „Wilder Mann“. Sie spielten Punkmetal mit deutschem und englischem Gesang im Stile der späteren Grungebands, also Black-Sabbath-beeinflusst mit schweren Riffs und tempiwechselndem Schlagzeuggroove. Die Bandmitglieder stammten bis auf Marian und Stefan auch aus der damaligen Metal-Szene und der Vorgänger-Band „The Detonators“, welche im selben Jahr Marians erste Band Three M-Men beim 1. DDR-Rap-Contest in Radebeul musikalisch unterstützte. Erste Titel waren z.B. „In The Fear Of ’88“ welcher die Angst vor der Stasi beschrieb, und „Skinheadpower“ welcher die Nazi-Skin-Szene direkt angriff. Stefan Schandera steuerte wertvolle DDR-kritische Texte bei, z.B. für die Songs „Bald wird die ganze Welt marschieren“ oder „Zeit der Flüsterer“.

Name

Gerüchten zufolge stammt der Bandname Die Haltlosen vom gleichnamigen Beatnik-Film mit Mamie van Doren und Steve Cochran aus dem Jahre 1959.


http://www.parocktikum.de/wiki_images/Andrezuelchner.jpg

André Zülchner R.I.P. beim Biereinkauf im Sommer 1989 vor der HO-Kaufhalle, Webergasse, Dresden. Foto: Marian Meinhardt

Besetzung

Die festen Mitglieder der Band waren die damals erst 16jährigen

Marco Hübschmann am Schlagzeug, vorher Concord, The Detonators, später To Late, Don Q And His Magic Crew und Free Little Pigs;

Renee Dürsel (Gitarre) vorher The Detonators;

André Zülchner † (Gitarre) vorher The Detonators, der 2002 an einer Überdosis starb;

der 18jährige Stefan H. Schandera (Bass), von der Band liebevoll "Pintor" genannt;

und der 17jährige Marian Meinhardt (Gesang), schon damals Rapper bei den Three M-Men, später bei To Late, Autos mit Ohren und zuletzt bis 2003 bei Chen Unst.

Konzerte

Konzerte mit anderen Punkbands, z.B. Atonal, Brechreiz 08/15, Madhouse, Fröhlicher Griessbrei, an verschiedenen Orten (Martin-Luther-Kirche, P.E.P., Scheune etc.) in Dresden waren der Einstieg in die alternative Szene. Nach einem abgesagten Konzert der Band als Vorband von Sandow im Sommer 1989, verliess Stefan die Band über Ungarn in Richtung Westen. Der Proberaum am Trachenberger Friedhof wird von der Staatssicherheit in alle Einzelteile zerlegt und Instrumente und Verstärker zerstört bzw aus dem Dachfenster (!) in den angrenzenden Garten geworfen. Auflösung der Band noch während der Wende, M. Hübschmann und M. Meinhardt machen später unter dem Namen To Late weiter.


Musik

Alle Titel der Band gibt es auf einem Tape (schlechte Qualität), welches zur Zeit für eine CD digitalisiert wird:

DIE HALTLOSEN - BLUTSPUR 1988/89

Titelliste:

Coverhaltlos.jpg

Tape-Cover "Blutspur", 1991