Rap-Contest Radebeul

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Zwei Mal (1988 und 1989) in Radebeul (bei Dresden) ausgerichteter Contest bzw. Mini-Festival mit HipHop-Formationen der DDR.

Die Idee kam aus den Reihen der Musiker selbst in Person des Dresdener Rappers Electric B. (Alexander Morawitz). Seit Mitte der 1980er hatten HipHop und Rap und weitere damit verbundene subkulturelle Ausdrucksformen wie Breakdance, Skateboarding und Graffity auch Jugendliche in der DDR erfasst. Als Initial-Erlebnis gilt die Ausstrahlung des Filmes "Beat Street" (USA 1984, Regie Stan Lathan, Produktion Harry Belafonte) in den ostdeutschen Kinos. Mit der seit Ende 1987 im Programm des Jugendradio DT64 platzierten und von Lutz Schramm moderierten Sendung "Vibrationen" entstand ein Medium für die Szene, wo durch abspielen von eingesandten Demo-Tracks auch die Profilierung einheimischer HipHop-Musiker gefördert wurde. Nachdem Morawitz und sein "Manager" Peter Figas mit ihrer Contest-Idee an Schramm herangetreten waren, konnte durch einen entsprechenden Aufruf über "Vibrationen" die Zielgruppe aktiviert werden. Als örtlichen Veranstalter holte man den Jugendclub "X. Weltfestspiele" (Sekte) ins Team, als Location wurde die Radebeuler "Tonhalle", eine umfunktionierte Turnhalle, organisiert.
Der erste Rap-Contest fand an einem Tag (im Sommer?) 1988 statt, auftreten konnten alle Interpreten, die sich über den DT64-Aufruf gemeldet hatten, aber auch Spontanauftritte von angereisten Fan-Musikern waren möglich. 2500 Besucher aus der ganzen DDR hatten sich eingefunden, 1000 konnten die Auftritte in der Halle erleben, alle anderen im äußeren Umfeld. Das deutlich professionellere Treffen 1989 dauerte bereits zwei Tage (28. und 29. Juli), hierfür wurden mehr Live-Acts nach einer qualitativen Vorauswahl präsentiert.
Beim Contest entstandene Aufnahmen wurden 2007 auch auf der Compilation "Here we come" (DVD/CD Boxset, Dominance Records DR-036) verwendet.

1. Rap-Contest 1988
2. Rap-Contest 1989

Freitag, 28. Juli:


Sonnabend, 29. Juli:

Literatur & Medien