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	<title>Leipziger Rockfestival - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Parocktikum Wiki</subtitle>
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		<title>Punkpapst am 8. August 2026 um 19:49 Uhr</title>
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Sie hatte von diesem Zeitpunkt an das erklärte Ziel, den Jugendlichen mehr ostdeutsche Live-Musik als Alternative zur ausschließlichen Beschäftigung mit West-Importen möglichst systemfern nahe zu bringen. Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Pankow_(deutsche_Band) Pankow]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Mona Lise]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. Hierzu wurde ein Konzertformat mit dem Titel [[Neue Gruppen stellen sich vor|&amp;quot;Neue Gruppen stellen sich vor&amp;quot;]] entwickelt, bei dem im Jugendklubhaus &amp;quot;Erich Zeigner&amp;quot; (früher als &amp;quot;[[Eiskeller]]&amp;quot;, heute als &amp;quot;[[Conne Island]]&amp;quot; bekannt) ab April 1984 fast monatlich zwischen ein und vier Bands pro Termin eine relativ große Bühne zur Verfügung gestellt bekamen. Viele waren &amp;quot;frisch&amp;quot; gegründet und ohne wesentliche Auftrittserfahrung, und verfügten häufig nicht über die dafür eigentlich obligatorische Spielgenehmigung. Die musikalische Spannweite reichte von Blues, Pop, Jazz-, Deutsch- und Hardrock bis (zunehmend) zu den vom Punk und seinen Ausläufern inspirierten Spielarten sowie Heavy Metal. Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;[[moritzbastei]]&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;[[Eiskeller]]&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Reaktion&lt;/del&gt;&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;[[Conne Island]]&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Tradition dieses überregional vor allem vor 1990 bedeutenden mehrtägigen Großereignisses begann mit dem vom 14. bis 16.Juni 1985 veranstalteten &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot;. 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Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Pankow_(deutsche_Band) Pankow]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Mona Lise]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. 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		<author><name>Punkpapst</name></author>
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		<title>Punkpapst am 31. Juli 2026 um 09:07 Uhr</title>
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Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;[[moritzbastei]]&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;[[Eiskeller]]&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;Reaktion&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;[[Conne Island]]&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Tradition dieses überregional vor allem vor 1990 bedeutenden mehrtägigen Großereignisses begann mit dem vom 14. bis 16.Juni 1985 veranstalteten &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot;. Diese &amp;quot;[[IG Rock|Interessen-Gemeinschaft Rock]]&amp;quot; war eine seit 1981 aktive Leipziger Sektion des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturbund_der_DDR &amp;quot;Kulturbund der DDR&amp;quot;], die von lokalen Rock-Fans und Szene-Akteuren mit dem Segen und der Hilfe von staatlichen Organisationen wie der Leipziger FDJ-Stadtleitung gegründet wurde. Sie hatte von diesem Zeitpunkt an das erklärte Ziel, den Jugendlichen mehr ostdeutsche Live-Musik als Alternative zur ausschließlichen Beschäftigung mit West-Importen möglichst systemfern nahe zu bringen. Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Pankow_(deutsche_Band) Pankow]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Mona Lise]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. Hierzu wurde ein Konzertformat mit dem Titel &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[Neue Gruppen stellen sich vor|&lt;/ins&gt;&amp;quot;Neue Gruppen stellen sich vor&amp;quot;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]] &lt;/ins&gt;entwickelt, bei dem im Jugendklubhaus &amp;quot;Erich Zeigner&amp;quot; (früher als &amp;quot;[[Eiskeller]]&amp;quot;, heute als &amp;quot;[[Conne Island]]&amp;quot; bekannt) ab April 1984 fast monatlich zwischen ein und vier Bands pro Termin eine relativ große Bühne zur Verfügung gestellt bekamen. Viele waren &amp;quot;frisch&amp;quot; gegründet und ohne wesentliche Auftrittserfahrung, und verfügten häufig nicht über die dafür eigentlich obligatorische Spielgenehmigung. Die musikalische Spannweite reichte von Blues, Pop, Jazz-, Deutsch- und Hardrock bis (zunehmend) zu den vom Punk und seinen Ausläufern inspirierten Spielarten sowie Heavy Metal. Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;[[moritzbastei]]&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;[[Eiskeller]]&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;Reaktion&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;[[Conne Island]]&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Punkpapst</name></author>
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		<title>Punkpapst am 13. Oktober 2024 um 17:27 Uhr</title>
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		<author><name>Punkpapst</name></author>
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		<title>Punkpapst am 17. Dezember 2022 um 17:52 Uhr</title>
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Sie hatte von diesem Zeitpunkt an das erklärte Ziel, den Jugendlichen mehr ostdeutsche Live-Musik als Alternative zur ausschließlichen Beschäftigung mit West-Importen möglichst systemfern nahe zu bringen. Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[https://de.wikipedia.org/wiki/Pankow_(deutsche_Band) Pankow]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Mona Lise]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. Hierzu wurde ein Konzertformat mit dem Titel &amp;quot;Neue Gruppen stellen sich vor&amp;quot; entwickelt, bei dem im Jugendklubhaus &amp;quot;Erich Zeigner&amp;quot; (früher als &amp;quot;Eiskeller&amp;quot;, heute als &amp;quot;Conne Island&amp;quot; bekannt) ab April 1984 fast monatlich zwischen ein und vier Bands pro Termin eine relativ große Bühne zur Verfügung gestellt bekamen. Viele waren &amp;quot;frisch&amp;quot; gegründet und ohne wesentliche Auftrittserfahrung, und verfügten häufig nicht über die dafür eigentlich obligatorische Spielgenehmigung. Die musikalische Spannweite reichte von Blues, Pop, Jazz-, Deutsch- und Hardrock bis (zunehmend) zu den vom Punk und seinen Ausläufern inspirierten Spielarten sowie Heavy Metal. Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;moritzbastei&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;Eiskeller&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;Reaktion&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;Conne Island&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Tradition dieses überregional vor allem vor 1990 bedeutenden mehrtägigen Großereignisses begann mit dem vom 14. bis 16.Juni 1985 veranstalteten &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot;. 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		<author><name>Punkpapst</name></author>
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		<title>Punkpapst am 19. August 2021 um 14:08 Uhr</title>
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		<updated>2021-08-19T14:08:48Z</updated>

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Sie hatte von diesem Zeitpunkt an das erklärte Ziel, den Jugendlichen mehr ostdeutsche Live-Musik als Alternative zur ausschließlichen Beschäftigung mit West-Importen möglichst systemfern nahe zu bringen. Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pankow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Mona Lise]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. Hierzu wurde ein Konzertformat mit dem Titel &amp;quot;Neue Gruppen stellen sich vor&amp;quot; entwickelt, bei dem im Jugendklubhaus &amp;quot;Erich Zeigner&amp;quot; (früher als &amp;quot;Eiskeller&amp;quot;, heute als &amp;quot;Conne Island&amp;quot; bekannt) ab April 1984 fast monatlich zwischen ein und vier Bands pro Termin eine relativ große Bühne zur Verfügung gestellt bekamen. Viele waren &amp;quot;frisch&amp;quot; gegründet und ohne wesentliche Auftrittserfahrung, und verfügten häufig nicht über die dafür eigentlich obligatorische Spielgenehmigung. Die musikalische Spannweite reichte von Blues, Pop, Jazz-, Deutsch- und Hardrock bis (zunehmend) zu den vom Punk und seinen Ausläufern inspirierten Spielarten sowie Heavy Metal. Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;moritzbastei&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;Eiskeller&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;Reaktion&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;Conne Island&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Tradition dieses überregional vor allem vor 1990 bedeutenden mehrtägigen Großereignisses begann mit dem vom 14. bis 16.Juni 1985 veranstalteten &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot;. 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Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Pankow_(deutsche_Band) &lt;/ins&gt;Pankow&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]&lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Mona Lise]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. Hierzu wurde ein Konzertformat mit dem Titel &amp;quot;Neue Gruppen stellen sich vor&amp;quot; entwickelt, bei dem im Jugendklubhaus &amp;quot;Erich Zeigner&amp;quot; (früher als &amp;quot;Eiskeller&amp;quot;, heute als &amp;quot;Conne Island&amp;quot; bekannt) ab April 1984 fast monatlich zwischen ein und vier Bands pro Termin eine relativ große Bühne zur Verfügung gestellt bekamen. Viele waren &amp;quot;frisch&amp;quot; gegründet und ohne wesentliche Auftrittserfahrung, und verfügten häufig nicht über die dafür eigentlich obligatorische Spielgenehmigung. Die musikalische Spannweite reichte von Blues, Pop, Jazz-, Deutsch- und Hardrock bis (zunehmend) zu den vom Punk und seinen Ausläufern inspirierten Spielarten sowie Heavy Metal. Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. 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		<author><name>Punkpapst</name></author>
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		<title>Punkpapst am 19. August 2021 um 14:08 Uhr</title>
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Sie hatte von diesem Zeitpunkt an das erklärte Ziel, den Jugendlichen mehr ostdeutsche Live-Musik als Alternative zur ausschließlichen Beschäftigung mit West-Importen möglichst systemfern nahe zu bringen. Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pankow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mona Lise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. 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Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. 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Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;moritzbastei&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;Eiskeller&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;Reaktion&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;Conne Island&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Tradition dieses überregional vor allem vor 1990 bedeutenden mehrtägigen Großereignisses begann mit dem vom 14. bis 16.Juni 1985 veranstalteten &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot;. Diese &amp;quot;[[IG Rock|Interessen-Gemeinschaft Rock]]&amp;quot; war eine seit 1981 aktive Leipziger Sektion des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturbund_der_DDR &amp;quot;Kulturbund der DDR&amp;quot;], die von lokalen Rock-Fans und Szene-Akteuren mit dem Segen und der Hilfe von staatlichen Organisationen wie der Leipziger FDJ-Stadtleitung gegründet wurde. Sie hatte von diesem Zeitpunkt an das erklärte Ziel, den Jugendlichen mehr ostdeutsche Live-Musik als Alternative zur ausschließlichen Beschäftigung mit West-Importen möglichst systemfern nahe zu bringen. Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pankow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;[[&lt;/ins&gt;Mona Lise&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;]]&lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. Hierzu wurde ein Konzertformat mit dem Titel &amp;quot;Neue Gruppen stellen sich vor&amp;quot; entwickelt, bei dem im Jugendklubhaus &amp;quot;Erich Zeigner&amp;quot; (früher als &amp;quot;Eiskeller&amp;quot;, heute als &amp;quot;Conne Island&amp;quot; bekannt) ab April 1984 fast monatlich zwischen ein und vier Bands pro Termin eine relativ große Bühne zur Verfügung gestellt bekamen. Viele waren &amp;quot;frisch&amp;quot; gegründet und ohne wesentliche Auftrittserfahrung, und verfügten häufig nicht über die dafür eigentlich obligatorische Spielgenehmigung. Die musikalische Spannweite reichte von Blues, Pop, Jazz-, Deutsch- und Hardrock bis (zunehmend) zu den vom Punk und seinen Ausläufern inspirierten Spielarten sowie Heavy Metal. Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;moritzbastei&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;Eiskeller&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;Reaktion&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;Conne Island&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Punkpapst</name></author>
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		<title>Punkpapst am 17. Februar 2021 um 13:38 Uhr</title>
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Sie hatte von diesem Zeitpunkt an das erklärte Ziel, den Jugendlichen mehr ostdeutsche Live-Musik als Alternative zur ausschließlichen Beschäftigung mit West-Importen möglichst systemfern nahe zu bringen. Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pankow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mona Lise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. Hierzu wurde ein Konzertformat mit dem Titel &amp;quot;Neue Gruppen stellen sich vor&amp;quot; entwickelt, bei dem im Jugendklubhaus &amp;quot;Erich Zeigner&amp;quot; (früher als &amp;quot;Eiskeller&amp;quot;, heute als &amp;quot;Conne Island&amp;quot; bekannt) ab April 1984 fast monatlich zwischen ein und vier Bands pro Termin eine relativ große Bühne zur Verfügung gestellt bekamen. Viele waren &amp;quot;frisch&amp;quot; gegründet und ohne wesentliche Auftrittserfahrung, und verfügten häufig nicht über die dafür eigentlich obligatorische Spielgenehmigung. Die musikalische Spannweite reichte von Blues, Pop, Jazz-, Deutsch- und Hardrock bis (zunehmend) zu den vom Punk und seinen Ausläufern inspirierten Spielarten sowie Heavy Metal. Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;moritzbastei&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;Eiskeller&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;Reaktion&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;Conne Island&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Tradition dieses überregional vor allem vor 1990 bedeutenden mehrtägigen Großereignisses begann mit dem vom 14. bis 16.Juni 1985 veranstalteten &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot;. 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Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich mit leichter Verzögerung auch in der DDR durch Gruppen wie die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gaukler Rock Band]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pankow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mona Lise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. 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Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. 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Sie hatte von diesem Zeitpunkt an das erklärte Ziel, den Jugendlichen mehr ostdeutsche Live-Musik als Alternative zur ausschließlichen Beschäftigung mit West-Importen möglichst systemfern nahe zu bringen. Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;zögerlich &lt;/del&gt;auch in der DDR durch Gruppen wie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pankow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mona Lise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. Hierzu wurde ein Konzertformat mit dem Titel &amp;quot;Neue Gruppen stellen sich vor&amp;quot; entwickelt, bei dem im Jugendklubhaus &amp;quot;Erich Zeigner&amp;quot; (früher als &amp;quot;Eiskeller&amp;quot;, heute als &amp;quot;Conne Island&amp;quot; bekannt) ab April 1984 fast monatlich zwischen ein und vier Bands pro Termin eine relativ große Bühne zur Verfügung gestellt bekamen. Viele waren &amp;quot;frisch&amp;quot; gegründet und ohne wesentliche Auftrittserfahrung, und verfügten häufig nicht über die dafür eigentlich obligatorische Spielgenehmigung. Die musikalische Spannweite reichte von Blues, Pop, Jazz-, Deutsch- und Hardrock bis (zunehmend) zu den vom Punk und seinen Ausläufern inspirierten Spielarten sowie Heavy Metal. Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;moritzbastei&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;Eiskeller&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;Reaktion&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;Conne Island&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Tradition dieses überregional vor allem vor 1990 bedeutenden mehrtägigen Großereignisses begann mit dem vom 14. bis 16.Juni 1985 veranstalteten &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot;. 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		<title>Punkpapst am 15. Januar 2021 um 07:55 Uhr</title>
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Sie hatte von diesem Zeitpunkt an das erklärte Ziel, den Jugendlichen mehr ostdeutsche Live-Musik als Alternative zur ausschließlichen Beschäftigung mit West-Importen möglichst systemfern nahe zu bringen. Hierzu wurden Vorträge über internationale Musiktrends angeboten und Konzerte veranstaltet, auch für kulturpolitisch umstrittene Szenen wie die sogenannten &amp;quot;Blues-Kunden&amp;quot; und Anhänger der seit 1981/82 grassierenden &amp;quot;Neuen Deutschen Welle&amp;quot;, die sich zögerlich auch in der DDR durch Gruppen wie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pankow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Keks]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mona Lise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Juckreiz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; manifestierte. Ab 1984 rückte aber zunehmend der lokale Amateur-Band-Untergrund in den Fokus der Arbeit der &amp;quot;IG Rock&amp;quot;. 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Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. 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Hierzu wurde ein Konzertformat mit dem Titel &amp;quot;Neue Gruppen stellen sich vor&amp;quot; entwickelt, bei dem im Jugendklubhaus &amp;quot;Erich Zeigner&amp;quot; (früher als &amp;quot;Eiskeller&amp;quot;, heute als &amp;quot;Conne Island&amp;quot; bekannt) ab April 1984 fast monatlich zwischen ein und vier Bands pro Termin eine relativ große Bühne zur Verfügung gestellt bekamen. Viele waren &amp;quot;frisch&amp;quot; gegründet und ohne wesentliche Auftrittserfahrung, und verfügten häufig nicht über die dafür eigentlich obligatorische Spielgenehmigung. Die musikalische Spannweite reichte von Blues, Pop, Jazz-, Deutsch- und Hardrock bis (zunehmend) zu den vom Punk und seinen Ausläufern inspirierten Spielarten sowie Heavy Metal. Das &amp;quot;IG Rock Festival&amp;quot; im Juni 1985 stellte dann so etwas wie die &amp;quot;Best Of&amp;quot; der bis dahin neun durchgeführten Konzerte nach diesem Konzept auf die Bühne. Eine hohe Zahl der betreffenden Bands konnte mit diesem Ziel dazu bewogen werden, sich im Vorfeld einer sogenannten &amp;quot;Einstufung&amp;quot; zu unterziehen. Die Arbeitsweise der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; hatte somit einerseits systemstabilisierenden Charakter, lotete aber andererseits auch eigene Freiräume aus und verhalf Leipzig zu einer vitalen Band-Szene mit festen Anlaufpunkten und Events. Dazu gehörte der ab 1986 als &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; bezeichnete und fast ausnahmslos im Juni veranstaltete dreitägige Konzert-Marathon.&amp;lt;br&amp;gt;Bis auf wenige Ausnahmen waren alle beim Rockfestival präsentierten Gruppen Leipziger Szene-Gewächse, ab 1990 gab es mehrfach Gastauftritte auch von westdeutschen Bands, ein Trend der später wieder abnahm aber so auch die sinkende Resonanz und Bedeutung des Festivals belegte. Veranstalter blieb die &amp;quot;IG Rock&amp;quot;, ab 1990 zunächst als kommunales &amp;quot;Rock-Büro&amp;quot; (der Kulturbund der DDR als ehemalige Trägerorganisation hatte sich schon Ende 1989 aufgelöst), ab 1991 als &amp;quot;IG Rock e.V.&amp;quot;. 1990 wurde die Freiluftbühne im Clara-Zetkin-Park als zusätzlicher Veranstaltungsort einbezogen, 1991 bespielte man an sogar vier Tagen den Studentenklub &amp;quot;moritzbastei&amp;quot; und den Innenhof der Universität Leipzig (infolge der schrittweisen Übernahme des &amp;quot;Eiskeller&amp;quot; durch die autonome Initiative &amp;quot;Reaktion&amp;quot;, die 1992 in die Gründung des AZ &amp;quot;Conne Island&amp;quot; mündete, wurde die systemnahe &amp;quot;IG Rock&amp;quot; von hier verdrängt). Ab 1992 wurde das &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; auf zwei Tage verkürzt im &amp;quot;Haus Leipzig&amp;quot; veranstaltet.&amp;lt;br&amp;gt;Der gleichfalls von der &amp;quot;IG Rock&amp;quot; begründete [[Leipziger Rockwettbewerb]] wurde 1991 erstmals als Bestandteil des damaligen &amp;quot;Leipziger Rockfestival&amp;quot; durchgeführt, ab dessen zweiter Ausrichtung wurde er terminlich getrennt am jeweiligen Jahresende in Szene gesetzt.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Punkpapst</name></author>
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