JK "Gérard Philipe": Unterschied zwischen den Versionen
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Jugendklub in Berlin-Treptow (Karl-Kunger-Straße 29/30). | Jugendklub in Berlin-Treptow (Karl-Kunger-Straße 29/30). | ||
Die Geschichte des Klubs begann bereits am 17. Dezember 1960, an diesem Tag wurde das neu erbaute Ost-Berliner "Filmtheater Gérard Philipe" in Treptow eröffnet (lies dazu [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kinos_im_Berliner_Bezirk_Treptow-K%C3%B6penick hier]). Die ungewöhnliche Benennung nach dem erst ein Jahr zuvor und noch dazu tragisch jung verstorbenen [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%A9rard_Philipe französischen Kino-Star] lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf zurückführen, daß dieser trotz des bereits ausgebrochenen "Kalten Krieges" 1956 als Hauptdarsteller und Regisseur von ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Abenteuer_des_Till_Ulenspiegel "Die Abenteuer des Till Ulenspiegel"]'' an einer DEFA-Koproduktion mitwirkte, von der sich die DDR internationales Renommee versprach. Das zur Entstehungszeit hochmoderne Kino wurde bereits 1979 geschlossen und das Gebäude danach zum Jugendklub umgenutzt. Dabei wurde der Name des Kinos übernommen.<br>Ab April 1988 wurde der Klub, zusätzlich zum [[KKH Treptow]], zur Ersatzlocation für die Konzertreihe [[X-Mal! Musik zur Zeit]], weil der veranstaltende JK "Pablo Neruda" wegen baulicher Mängel schließen musste. Es fanden aber auch stilistisch adäquate Konzerte ohne das X-Mal! Team statt, so zum Beispiel von der West-Berliner Band '''Die Haut''' am [https://www.rockinberlin.de/index.php?title=29._M%C3%A4rz_1989_Die_Haut,_Herbst_in_Peking_u._a. 29. März 1989], gemeinsam mit '''[[Herbst in Peking]]''' | Die Geschichte des Klubs begann bereits am 17. Dezember 1960, an diesem Tag wurde das neu erbaute Ost-Berliner "Filmtheater Gérard Philipe" in Treptow eröffnet (lies dazu [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kinos_im_Berliner_Bezirk_Treptow-K%C3%B6penick hier]). Die ungewöhnliche Benennung nach dem erst ein Jahr zuvor und noch dazu tragisch jung verstorbenen [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%A9rard_Philipe französischen Kino-Star] lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf zurückführen, daß dieser trotz des bereits ausgebrochenen "Kalten Krieges" 1956 als Hauptdarsteller und Regisseur von ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Abenteuer_des_Till_Ulenspiegel "Die Abenteuer des Till Ulenspiegel"]'' an einer DEFA-Koproduktion mitwirkte, von der sich die DDR internationales Renommee versprach. Das zur Entstehungszeit hochmoderne Kino wurde bereits 1979 geschlossen und das Gebäude danach zum Jugendklub umgenutzt. Dabei wurde der Name des Kinos übernommen.<br>Ab April 1988 wurde der Klub, zusätzlich zum [[KKH Treptow]], zur Ersatzlocation für die Konzertreihe [[X-Mal! Musik zur Zeit]], weil der veranstaltende JK "Pablo Neruda" wegen baulicher Mängel schließen musste. Es fanden aber auch stilistisch adäquate Konzerte ohne das X-Mal! Team statt, so zum Beispiel von der West-Berliner Band '''Die Haut''' am [https://www.rockinberlin.de/index.php?title=29._M%C3%A4rz_1989_Die_Haut,_Herbst_in_Peking_u._a. 29. März 1989], gemeinsam mit '''[[Herbst in Peking]]''' und '''[[Tausend Tonnen Obst]]''' (1).<br>Das letzte X-Mal!-Konzert fand Ende Januar 1990 im Hause statt, danach wurde unter eigener Regie weiterhin Livemusik angeboten. Am [https://taz.de/Brandstiftung-ist-nicht-ausgeschlossen/!1512232/ 17. April 1995] wurde das komplette Gebäude durch Brandstiftung zerstört, als Täter wurden später Neonazis der "Kameradschaft Treptow" identifiziert und angeklagt, denen vor allem das schwul-lesbische Profil des Jugendklubs ein Dorn im Auge war (lies dazu [https://antifainfoblatt.de/aib39/berlin-neonazi-ermordet-neonazis hier]). Es wurde aber durch hohe kommunale Investitionen neu errichtet und wird heute unter dem erneut übernommenen Namen [https://humanistisch.de/kinder-jugendliche/freizeiteinrichtungen/jugendkulturzentrum-gerard-philipe/ JuKuZ "Gérard Philipe"] als Jugendfreizeiteinrichtung des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg betrieben. | ||
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Aktuelle Version vom 20. Februar 2026, 13:52 Uhr
Jugendklub in Berlin-Treptow (Karl-Kunger-Straße 29/30).
Die Geschichte des Klubs begann bereits am 17. Dezember 1960, an diesem Tag wurde das neu erbaute Ost-Berliner "Filmtheater Gérard Philipe" in Treptow eröffnet (lies dazu hier). Die ungewöhnliche Benennung nach dem erst ein Jahr zuvor und noch dazu tragisch jung verstorbenen französischen Kino-Star lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf zurückführen, daß dieser trotz des bereits ausgebrochenen "Kalten Krieges" 1956 als Hauptdarsteller und Regisseur von "Die Abenteuer des Till Ulenspiegel" an einer DEFA-Koproduktion mitwirkte, von der sich die DDR internationales Renommee versprach. Das zur Entstehungszeit hochmoderne Kino wurde bereits 1979 geschlossen und das Gebäude danach zum Jugendklub umgenutzt. Dabei wurde der Name des Kinos übernommen.
Ab April 1988 wurde der Klub, zusätzlich zum KKH Treptow, zur Ersatzlocation für die Konzertreihe X-Mal! Musik zur Zeit, weil der veranstaltende JK "Pablo Neruda" wegen baulicher Mängel schließen musste. Es fanden aber auch stilistisch adäquate Konzerte ohne das X-Mal! Team statt, so zum Beispiel von der West-Berliner Band Die Haut am 29. März 1989, gemeinsam mit Herbst in Peking und Tausend Tonnen Obst (1).
Das letzte X-Mal!-Konzert fand Ende Januar 1990 im Hause statt, danach wurde unter eigener Regie weiterhin Livemusik angeboten. Am 17. April 1995 wurde das komplette Gebäude durch Brandstiftung zerstört, als Täter wurden später Neonazis der "Kameradschaft Treptow" identifiziert und angeklagt, denen vor allem das schwul-lesbische Profil des Jugendklubs ein Dorn im Auge war (lies dazu hier). Es wurde aber durch hohe kommunale Investitionen neu errichtet und wird heute unter dem erneut übernommenen Namen JuKuZ "Gérard Philipe" als Jugendfreizeiteinrichtung des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg betrieben.
Netzinfo: allekinos.com | www.rockinberlin.de | Liste der X-Mal! Konzerte im JK "Gérard Philipe"
(1) Bei der weiteren genannten Supportband Schadstoff kann es sich nicht um die gleichnamige Band aus Güstrow gehandelt haben.