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Performance Musik-Projekt aus Dresden, 1987 bis 1989.
Performance Musik-Projekt aus Dresden, 1987 bis 1989.


Unter dem Namen '''Die Strafe''' performte 1987 und 1988 eine Art "Tour-Version" der Dresdener Künstlergruppe der sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Auto-Perforations-Artistik "Auto-Perforations-Artistik"] in Galerien und unkonventionellen Ausstellungsräumen in Berlin, Dresden, Halle/Saale und Leipzig. Die damaligen Studenten der Hochschule der Bildenden Künste Dresden (Fachrichtung Bühnenbild) entwickelten ab 1982 dieses Kunstkonzept unter Einsatz der eigenen Körper, die mittels Bondage und Maskierung zum Bestandteil einer oft gewaltvollen Performance gemacht wurden. Die Abschlußarbeit hierzu trug 1987 den Titel "Herz Horn Haut Schrein". An den Auftrittsorten wurden dazu spontan improvisierte Sounds live erzeugt, ein festes Konzept ist weder gewollt noch überliefert. Auch davor und danach (bis spätestens 1991) wurden von einzelnen "Auto-Perforations-Artisten" in wechselnden Kooperationen weitere Performance-Stücke kreiert, u.a. zusammen mit Tohm di Roes ([[Klick & Aus]]), Ulf Wrede ([[Teurer denn je]] u.a.), den Schriftstellern [https://de.wikipedia.org/wiki/Durs_Gr%C3%BCnbein Durs Grünbein] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Jansen_(Schriftsteller) Johannes Jansen] und der Tänzerin [https://de.wikipedia.org/wiki/Hanne_Wandtke Hanne Wandtke]. Via Lewandowsky und Else Gabriel (diese durch eine Scheinheirat mit dem westdeutschen Musiker und Schriftsteller [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Goldt Max Goldt]) reisten noch 1989 aus der DDR aus, was einer "Auflösung" der zuvor nicht exakt definierten Formation '''Die Strafe''' gleichkam.
Unter dem Namen '''Die Strafe''' performte 1987 und 1988 eine Art "Tour-Version" der Dresdener Künstlergruppe der sogenannten [https://de.wikipedia.org/wiki/Auto-Perforations-Artistik "Auto-Perforations-Artistik"] in Galerien und unkonventionellen Ausstellungsräumen in Berlin, Dresden, Halle/Saale und Leipzig. Die damaligen Studenten der Hochschule der Bildenden Künste Dresden (Fachrichtung Bühnenbild) entwickelten ab 1982 dieses Kunstkonzept unter Einsatz der eigenen Körper, die mittels Bondage und Maskierung zum Bestandteil einer oft gewaltvollen Performance gemacht wurden. Die Abschlußarbeit hierzu trug 1987 den Titel "Herz Horn Haut Schrein". An den Auftrittsorten wurden dazu spontan improvisierte Sounds live erzeugt, ein festes Konzept ist weder gewollt noch überliefert. Auch davor und danach (bis spätestens 1991) wurden von einzelnen "Auto-Perforations-Artisten" in wechselnden Kooperationen weitere Performance-Stücke kreiert, u.a. zusammen mit Tohm di Roes ([[Klick & Aus]]), Ulf Wrede ([[Teurer denn je]] u.a.), den Schriftstellern [https://de.wikipedia.org/wiki/Durs_Gr%C3%BCnbein Durs Grünbein] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Jansen_(Schriftsteller) Johannes Jansen] und der Tänzerin [https://de.wikipedia.org/wiki/Hanne_Wandtke Hanne Wandtke]. Via Lewandowsky und Else Gabriel (diese durch eine Scheinheirat mit dem westdeutschen Musiker und Schriftsteller [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Goldt Max Goldt]) reisten noch 1989 aus der DDR aus, was einer "Auflösung" der zuvor nie definierten Formation '''Die Strafe''' gleichkam. Zudem schien sich ''"im Sommer 1989 bei einer 'Permanenten Kunstkonferenz' in Ost-Berlin, der ersten offiziellen Performance-Veranstaltung des DDR-Künstlerverbandes (...) eine staatliche Umarmung abzuzeichnen"'', der die Künstler wohl entgehen wollten.<br>Micha Brendel war von 1984 bis 1987 Herausgeber der [[:Category:Samisdat|Samisdat]]-Zeitschrift "U.S.W.".


Literatur: ''"Die Strafe und die fotoontischen Lockrufe des Micha Brendel"'' von [[Christoph Tannert]], in: [[Ronald Galenza|Galenza]] / [[Heinz Havemeister|Havemeister]] 1999, S.219ff.
Literatur: ''"Untergrund obenauf"'' von [[Christoph Tannert]], in: Der Spiegel 17/1991 | ''"Die Strafe und die fotoontischen Lockrufe des Micha Brendel"'' von [[Christoph Tannert]], in: [[Ronald Galenza|Galenza]] / [[Heinz Havemeister|Havemeister]] 1999, S.219ff.


== Besetzung ==
== Besetzung ==

Aktuelle Version vom 13. August 2026, 13:10 Uhr

Performance Musik-Projekt aus Dresden, 1987 bis 1989.

Unter dem Namen Die Strafe performte 1987 und 1988 eine Art "Tour-Version" der Dresdener Künstlergruppe der sogenannten "Auto-Perforations-Artistik" in Galerien und unkonventionellen Ausstellungsräumen in Berlin, Dresden, Halle/Saale und Leipzig. Die damaligen Studenten der Hochschule der Bildenden Künste Dresden (Fachrichtung Bühnenbild) entwickelten ab 1982 dieses Kunstkonzept unter Einsatz der eigenen Körper, die mittels Bondage und Maskierung zum Bestandteil einer oft gewaltvollen Performance gemacht wurden. Die Abschlußarbeit hierzu trug 1987 den Titel "Herz Horn Haut Schrein". An den Auftrittsorten wurden dazu spontan improvisierte Sounds live erzeugt, ein festes Konzept ist weder gewollt noch überliefert. Auch davor und danach (bis spätestens 1991) wurden von einzelnen "Auto-Perforations-Artisten" in wechselnden Kooperationen weitere Performance-Stücke kreiert, u.a. zusammen mit Tohm di Roes (Klick & Aus), Ulf Wrede (Teurer denn je u.a.), den Schriftstellern Durs Grünbein und Johannes Jansen und der Tänzerin Hanne Wandtke. Via Lewandowsky und Else Gabriel (diese durch eine Scheinheirat mit dem westdeutschen Musiker und Schriftsteller Max Goldt) reisten noch 1989 aus der DDR aus, was einer "Auflösung" der zuvor nie definierten Formation Die Strafe gleichkam. Zudem schien sich "im Sommer 1989 bei einer 'Permanenten Kunstkonferenz' in Ost-Berlin, der ersten offiziellen Performance-Veranstaltung des DDR-Künstlerverbandes (...) eine staatliche Umarmung abzuzeichnen", der die Künstler wohl entgehen wollten.
Micha Brendel war von 1984 bis 1987 Herausgeber der Samisdat-Zeitschrift "U.S.W.".

Literatur: "Untergrund obenauf" von Christoph Tannert, in: Der Spiegel 17/1991 | "Die Strafe und die fotoontischen Lockrufe des Micha Brendel" von Christoph Tannert, in: Galenza / Havemeister 1999, S.219ff.

Besetzung