JKH "Völkerfreundschaft": Unterschied zwischen den Versionen

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Ehemaliges Jugendklubhaus in Leipzig-Grünau (Stuttgarter Allee 9).
Ehemaliges Jugendklubhaus in Leipzig-Grünau (Stuttgarter Allee 9).


Die von den Nutzern und Anwohnern "Völle" genannte Kultureinrichtung wurde 1983 in Leipzigs bevölkerungsreichsten Stadtteil (1989: 85.000 / 2026: ca. 50.000 Einwohner), dem Neubauviertel Grünau erbaut. Anfangs wurde es als sogenanntes "Jugendklubhaus" geführt (vermutlich in FDJ-Trägerschaft), nach 1990 kam es in kommunale Verantwortung und wird seit 1993 vom Jugendamt der Stadt als "Offener Freizeittreff" verwaltet. Der Veranstaltungssaal mit einer Kapazität für 250 Besucher war vor dem Umbau in den 1990ern vermutlich größer und wurde etwa ab Anfang 1989 durch die [[IG Rock]] auch für Konzerte mit subkulturellen Anteilen erschlossen. Bis Ende d.J. gab es u.a. Auftritte von kontroversen Bands ohne Spielerlaubnis wie '''[[Spontane Volkskunst]]''' oder '''[[Gefahrenzone]]''', inwieweit die Lage fern der etablierten Konzertorte hier eine Rolle spielte, ist nicht zu beurteilen. Bereits in dieser Zeit sowie ab 1990 wurden Rockkonzerte hier aber auch wegen der Lautstärke im reinen Wohngebiet kritisiert.<br>Der DDR-typische Name des einzigen nennenswerten Grünauer Kulturzentrums hat die Wandel der Trägerstruktur überdauert, mittelfristig ist jedoch der Abriß des inzwischen stark sanierungsbedürftigen Plattenbaus geplant (Stand 2026). Für die wichtigen soziokulturellen Aufgaben, die außer Musik und Konzerten auch Sport und vielfältige Kreativ-, Hilfs- und Bildungsangebote umfassen, soll es einen Neubau geben.
Die von den Nutzern und Anwohnern "Völle" genannte Kultureinrichtung wurde 1983 in Leipzigs bevölkerungsreichsten Stadtteil (1989: 85.000 / 2026: ca. 50.000 Einwohner), dem Neubauviertel Grünau erbaut. Anfangs wurde es als sogenanntes "Jugendklubhaus" geführt (vermutlich in FDJ-Trägerschaft), nach 1990 kam es in kommunale Verantwortung und wird seit 1993 vom Jugendamt der Stadt als "Offener Freizeittreff" verwaltet. Der Veranstaltungssaal mit einer Kapazität für 250 Besucher war vor dem Umbau in den 1990ern vermutlich größer und wurde etwa ab Anfang 1989 durch die [[IG Rock]] auch für Konzerte mit subkulturellen Anteilen erschlossen. Bis Ende d.J. gab es Auftritte in hoher Dichte, häufig mit mehreren Bands pro Abend, darunter u.a. von kontroversen Formationen ohne Spielerlaubnis wie '''[[Spontane Volkskunst]]''' oder '''[[Gefahrenzone]]''', inwieweit die Lage fern der etablierten Konzertorte hier eine Rolle spielte, ist nicht zu beurteilen. Bereits in dieser Zeit sowie ab 1990 wurden Rockkonzerte hier aber auch wegen der Lautstärke im reinen Wohngebiet kritisiert.<br>Der DDR-typische Name des einzigen nennenswerten Grünauer Kulturzentrums hat die Wandel der Trägerstruktur überdauert, mittelfristig ist jedoch der Abriß des inzwischen stark sanierungsbedürftigen Plattenbaus geplant (Stand 2026). Für die wichtigen soziokulturellen Aufgaben, die außer Musik und Konzerten auch Sport und vielfältige Kreativ-, Hilfs- und Bildungsangebote umfassen, soll es einen Neubau geben.


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Version vom 1. Juli 2026, 10:48 Uhr

Ehemaliges Jugendklubhaus in Leipzig-Grünau (Stuttgarter Allee 9).

Die von den Nutzern und Anwohnern "Völle" genannte Kultureinrichtung wurde 1983 in Leipzigs bevölkerungsreichsten Stadtteil (1989: 85.000 / 2026: ca. 50.000 Einwohner), dem Neubauviertel Grünau erbaut. Anfangs wurde es als sogenanntes "Jugendklubhaus" geführt (vermutlich in FDJ-Trägerschaft), nach 1990 kam es in kommunale Verantwortung und wird seit 1993 vom Jugendamt der Stadt als "Offener Freizeittreff" verwaltet. Der Veranstaltungssaal mit einer Kapazität für 250 Besucher war vor dem Umbau in den 1990ern vermutlich größer und wurde etwa ab Anfang 1989 durch die IG Rock auch für Konzerte mit subkulturellen Anteilen erschlossen. Bis Ende d.J. gab es Auftritte in hoher Dichte, häufig mit mehreren Bands pro Abend, darunter u.a. von kontroversen Formationen ohne Spielerlaubnis wie Spontane Volkskunst oder Gefahrenzone, inwieweit die Lage fern der etablierten Konzertorte hier eine Rolle spielte, ist nicht zu beurteilen. Bereits in dieser Zeit sowie ab 1990 wurden Rockkonzerte hier aber auch wegen der Lautstärke im reinen Wohngebiet kritisiert.
Der DDR-typische Name des einzigen nennenswerten Grünauer Kulturzentrums hat die Wandel der Trägerstruktur überdauert, mittelfristig ist jedoch der Abriß des inzwischen stark sanierungsbedürftigen Plattenbaus geplant (Stand 2026). Für die wichtigen soziokulturellen Aufgaben, die außer Musik und Konzerten auch Sport und vielfältige Kreativ-, Hilfs- und Bildungsangebote umfassen, soll es einen Neubau geben.

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