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Musikfestival im Großraum Rostock, 1997 bis 2012. | Musikfestival im Großraum Rostock, 1997 bis 2012. | ||
Festivalgründer Imre Sonnevend (* 1966) durchlief bereits in den 1980ern seine subkulturelle Sozialisation in Rostock, wo er mit Musikern von '''[[Virus X]]''' und [[Holger "Alge" Roloff|"Alge"]] (Betreiber von ''[[Trash Tape Rekords]]'' und später ''[[Amöbenklang]]'') befreundet war. Zwischen 1987 und 1990 wohnte er in Ostberlin und lernte auch die dortige Punk-Szene kennen, danach begann er in der Rostocker Hausbesetzerszene zu wirken und betätigte sich als Booker im ersten dortigen [https://jaz-rostock.de/ "Jugend-Alternativ-Zentrum"] (ab Juni 1990). Mit der Releaseshow zum Album ''"Fasching in Bonn"'' begann 1992 auch eine Freund- später Partnerschaft mit '''[[Dritte Wahl]]''', für die er die ersten Deutschland-Tourneen organisierte. 1994 und 1995 veranstaltete er mit den "Häschen-Camps" in Bentwisch erste Punk-Open-Airs, gefolgt von einem größeren Festival auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Purkshof Purkshof-Gelände] 1996. <br>Für das ab 1997 geplante "Force Attack" wurde extra ein Gewerbe angemeldet, das schließlich mit regionalen und internationalen Punk- und Metalbands wie '''The Exploited''', '''Kreator''', '''Oompf!''', '''Toxoplasma''', '''Pyogenesis''', '''[[Subway To Sally]]''', '''[[Dritte Wahl]]''' und den '''[[Die Skeptiker|Skeptikern]]''' auf dem Flugplatz in Barth stattfand. Mit den guten (und schlechten) Erfahrungen dieses Events zog das "Force Attack" 1998 nach Rerik und ab 1999 nach Behnkenhagen (OT von Rövershagen), wo es sich bis 2008 mit bis zu 8000 Besuchern zum (vorgeblich) größten Punkfestival weltweit etablieren konnte. Ab 2009 wurde das Festival auf geeigneten Flächen in Klingendorf (OT von Kavelstorf) veranstaltet. <br>Die 2011er Ausgabe litt unter witterungsbedingt schlechter Auslastung, aber auch das genutzte Gelände wurde wiederum gekündigt. 2012 gab es Pläne für das Gelände am entfernter gelegenen [[Tankhaus Stavenhagen]], nachdem bereits sogar ein Umzug nach Berlin erwogen worden war. Die Stadtverwaltung Stavenhagen verbot die Veranstaltung wegen Sicherheitsbedenken, tolerierte aber dann eine als "Soli-Konzert" bezeichnete Mini-Ausgabe, die dennoch von 2000 Besuchern frequentiert wurde. Widersprüchliche Sichtweisen zum Verlauf des Konzertes führten zu einem grundsätzlichen Verbot des "Force Attack" für Stavenhagen. Damit fand dieses Festival sein Ende. | Festivalgründer Imre Sonnevend (* 1966) durchlief bereits in den 1980ern seine subkulturelle Sozialisation in Rostock, wo er mit Musikern von '''[[Virus X]]''' und [[Holger "Alge" Roloff|"Alge"]] (Betreiber von ''[[Trash Tape Rekords]]'' und später ''[[Amöbenklang]]'') befreundet war. Zwischen 1987 und 1990 wohnte er in Ostberlin und lernte auch die dortige Punk-Szene kennen, danach begann er in der Rostocker Hausbesetzerszene zu wirken und betätigte sich als Booker im ersten dortigen [https://jaz-rostock.de/ "Jugend-Alternativ-Zentrum"] (ab Juni 1990). Mit der Releaseshow zum Album ''"Fasching in Bonn"'' begann 1992 auch eine Freund- später Partnerschaft mit '''[[Dritte Wahl]]''', für die er die ersten Deutschland-Tourneen organisierte. 1994 und 1995 veranstaltete er mit den "Häschen-Camps" in Bentwisch erste Punk-Open-Airs, gefolgt von einem größeren Festival auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Purkshof Purkshof-Gelände] 1996. <br>Für das ab 1997 geplante "Force Attack" wurde extra ein Gewerbe unter dem Namen "dröönland production" angemeldet, das schließlich mit regionalen und internationalen Punk- und Metalbands wie '''The Exploited''', '''Kreator''', '''Oompf!''', '''Toxoplasma''', '''Pyogenesis''', '''[[Subway To Sally]]''', '''[[Dritte Wahl]]''' und den '''[[Die Skeptiker|Skeptikern]]''' auf dem Flugplatz in Barth stattfand. Mit den guten (und schlechten) Erfahrungen dieses Events zog das "Force Attack" 1998 nach Rerik und ab 1999 nach Behnkenhagen (OT von Rövershagen), wo es sich bis 2008 mit bis zu 8000 Besuchern zum (vorgeblich) größten Punkfestival weltweit etablieren konnte. Ab 2009 wurde das Festival auf geeigneten Flächen in Klingendorf (OT von Kavelstorf) veranstaltet. <br>Die 2011er Ausgabe litt unter witterungsbedingt schlechter Auslastung, aber auch das genutzte Gelände wurde wiederum gekündigt. 2012 gab es Pläne für das Gelände am entfernter gelegenen [[Tankhaus Stavenhagen]], nachdem bereits sogar ein Umzug nach Berlin erwogen worden war. Die Stadtverwaltung Stavenhagen verbot die Veranstaltung wegen Sicherheitsbedenken, tolerierte aber dann eine als "Soli-Konzert" bezeichnete Mini-Ausgabe, die dennoch von 2000 Besuchern frequentiert wurde. Widersprüchliche Sichtweisen zum Verlauf des Konzertes führten zu einem grundsätzlichen Verbot des "Force Attack" für Stavenhagen. Damit fand dieses Festival sein Ende. | ||
Netzinfo: [https://www.ox-fanzine.de/interview/force-attack-imre-sonnevend-1477 Interview mit Imre 2005] | [https://de.wikipedia.org/wiki/Force_Attack Wikipedia] | Netzinfo: [https://www.ox-fanzine.de/interview/force-attack-imre-sonnevend-1477 Interview mit Imre 2005] | [https://de.wikipedia.org/wiki/Force_Attack Wikipedia] | ||
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Die von Imre geführte Betreibergesellschaft | Die von Imre geführte Betreibergesellschaft diente ab 1997 auch als Label, auf dem die jährlichen Festival-Compilations, aber auch einige Tonträger befreundeter Bands erschienen. Als Mit-Gesellschafter von ''[[Rausch Records]]'', dem ebenfalls 1998 gestarteten Label von '''[[Dritte Wahl]]''', gab es außerdem eine Reihe von Ko-Releases. | ||
== Diskographie == | == Diskographie == | ||
Version vom 26. August 2026, 18:25 Uhr
Musikfestival im Großraum Rostock, 1997 bis 2012.
Festivalgründer Imre Sonnevend (* 1966) durchlief bereits in den 1980ern seine subkulturelle Sozialisation in Rostock, wo er mit Musikern von Virus X und "Alge" (Betreiber von Trash Tape Rekords und später Amöbenklang) befreundet war. Zwischen 1987 und 1990 wohnte er in Ostberlin und lernte auch die dortige Punk-Szene kennen, danach begann er in der Rostocker Hausbesetzerszene zu wirken und betätigte sich als Booker im ersten dortigen "Jugend-Alternativ-Zentrum" (ab Juni 1990). Mit der Releaseshow zum Album "Fasching in Bonn" begann 1992 auch eine Freund- später Partnerschaft mit Dritte Wahl, für die er die ersten Deutschland-Tourneen organisierte. 1994 und 1995 veranstaltete er mit den "Häschen-Camps" in Bentwisch erste Punk-Open-Airs, gefolgt von einem größeren Festival auf dem Purkshof-Gelände 1996.
Für das ab 1997 geplante "Force Attack" wurde extra ein Gewerbe unter dem Namen "dröönland production" angemeldet, das schließlich mit regionalen und internationalen Punk- und Metalbands wie The Exploited, Kreator, Oompf!, Toxoplasma, Pyogenesis, Subway To Sally, Dritte Wahl und den Skeptikern auf dem Flugplatz in Barth stattfand. Mit den guten (und schlechten) Erfahrungen dieses Events zog das "Force Attack" 1998 nach Rerik und ab 1999 nach Behnkenhagen (OT von Rövershagen), wo es sich bis 2008 mit bis zu 8000 Besuchern zum (vorgeblich) größten Punkfestival weltweit etablieren konnte. Ab 2009 wurde das Festival auf geeigneten Flächen in Klingendorf (OT von Kavelstorf) veranstaltet.
Die 2011er Ausgabe litt unter witterungsbedingt schlechter Auslastung, aber auch das genutzte Gelände wurde wiederum gekündigt. 2012 gab es Pläne für das Gelände am entfernter gelegenen Tankhaus Stavenhagen, nachdem bereits sogar ein Umzug nach Berlin erwogen worden war. Die Stadtverwaltung Stavenhagen verbot die Veranstaltung wegen Sicherheitsbedenken, tolerierte aber dann eine als "Soli-Konzert" bezeichnete Mini-Ausgabe, die dennoch von 2000 Besuchern frequentiert wurde. Widersprüchliche Sichtweisen zum Verlauf des Konzertes führten zu einem grundsätzlichen Verbot des "Force Attack" für Stavenhagen. Damit fand dieses Festival sein Ende.
Netzinfo: Interview mit Imre 2005 | Wikipedia
Musik
- 1998: "Force Attack '98 Festival-Sampler" (CD Compilation)
- 1999: "Force Attack Festival-Sampler '99" (CD Compilation)
- 2000: "Force Attack Festival-Sampler 2000" (CD Compilation)
- 2001: "Force Attack Festival-Sampler 2001" (CD Compilation)
- 2002: "Force Attack Festival-Sampler 2002" (CD Compilation)
- 2003: "Force Attack Festival-Sampler 2003" (CD Compilation)
- 2004: "Force Attack Festival-Sampler 2004" (CD Compilation)
- 2004: "100% Punkrock / Force Attack 2004 - Die beste Punkerparty der Welt" (DVD Compilation, DP DVD 001)
- 2005: "Force Attack Festival-Sampler 2005" (CD Compilation)
- 2005: "100% Punkrock / Force Attack 2005 - Die beste Punkerparty der Welt" (DVD Compilation, DP DVD 003)
- 2006: "Force Attack Festival-Sampler 2006" (CD Compilation)
- 2006: "100% Punkrock / Force Attack 2006 - Die beste Punkerparty der Welt" (DVD Compilation, DP DVD 004)
- 2007: "Force Attack 2007 Festival Sampler" (CD Compilation)
- 2007: "100% Punkrock / Force Attack 2007 - Die beste Punkerparty der Welt" (DVD Compilation, DP DVD 006)
- 2008: "Force Attack 2008 Festival Sampler" (CD Compilation)
- 2009: "100% Punkrock / Force Attack 2009 - Die beste Punkerparty der Welt" (DVD Compilation, DP DVD 008)
- 2010: "100% Punkrock / Force Attack 2010 - Die beste Punkerparty der Welt" (DVD Compilation, DP DVD 009)
Die von Imre geführte Betreibergesellschaft diente ab 1997 auch als Label, auf dem die jährlichen Festival-Compilations, aber auch einige Tonträger befreundeter Bands erschienen. Als Mit-Gesellschafter von Rausch Records, dem ebenfalls 1998 gestarteten Label von Dritte Wahl, gab es außerdem eine Reihe von Ko-Releases.
Diskographie
- DP 001 (?): Crushing Caspars - s/t (CD-EP, 1997)
- DP 002 (?): Mainpoint - Lost senses (CD, 1997)
- DPCD 003: Dritte Wahl - Strahlen (+ Hallo Erde EP) (CD, 1998 sowie DPLP 003)
- DPEP 004: Dritte Wahl - Hallo Erde EP (7"EP, 1998)
- DPCD 005: Skeptiker - Wehr dich! (CD, 1998 sowie DPLP 005)
- DPLP 006: Dritte Wahl - Delikat - 11 Jahre Bühnenjubiläum 88-99 (LP Compilation, 1999)
- DPCD 007: Kollektiv Hein Butt (= Dritte Wahl) - Heimspiel / Stadionrock aus Rostock von Fans für Fans! (MCD, 2000)
- DPCD 008: Baffdecks (Karlsruhe) - Vergessene Träume (CD, 2000 sowie DPLP 007)
- DPCD 009: Prollhead! (Hamburg) - Neue Alte (CD, 2000 sowie DPLP 009)
- DPCD 010: Dritte Wahl - Und jetzt? (MCD, 2001 sowie 10"LP DPLP 010)
- DPCD 011: Dritte Wahl - Halt mich fest (CD, 2001 sowie DPLP 011)
- DPCD 012: Dritte Wahl - Roggen Roll (CD, 2002 sowie 2xLP DPLP 012)
- DPCD 013: RubberSlime (Hamburg) - First attack (CD, 2003)
- DPCD 014: RubberSlime - Rock'n Roll Genossen (CD, 2005 sowie DPLP 014)