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Jugendklub in der Wilhelm-Pieck-Straße 153 (heute Torstraße, Berlin-Mitte), eröffnet 1981. | Jugendklub in der Wilhelm-Pieck-Straße 153 (heute Torstraße, Berlin-Mitte), eröffnet 1981. | ||
Bei seiner Eröffnung war | Bei seiner Eröffnung war der umgangssprachlich verkürzte "Pieck-Klub" die größte unter den derzeit vom Kreiskulturhaus Berlin-Mitte verwalteten Wohngebiets-Jugendfreizeiteinrichtungen (siehe unten). Ein vergleichsweise hohes Budget und gleich vier hauptamtliche Mitarbeiter ([https://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Adamski Adam Adamski], Jochen Lenhard, Carsten Arold und Rosemarie Petters) sorgten für ein ambitioniertes Veranstaltungsprogramm und machten den Klub in kurzer Zeit zu einem ''"überregionalen Treff der Blues-, Jazz- und Folk-Szene Ost-Berlins"'' mit einem fachkundigen, bunten Stammpublikum. Es gab Vorträge, kleine Ausstellungen, Theaterproben, kreative Zirkelnachmittage für Jugendliche und Erwachsene. Dazu kamen Diskotheken mit spezialisierten DJs zu Themen wie Jazz/Fusion-Rock, Indie, Funk & Soul, sowie Rock- und Jazzkonzerte und thematisch dazu passende Workshops. Das Jazzprogramm wurde aus dem zuvor dafür bekannten [[JK Krausnickstraße]] übernommen. Der 120 Plätze bietende Saal war beständig ausverkauft bzw. überfüllt, Veranstaltungen mit noch größerem Zuspruch wurden mit Partner-Klubs im [https://de.wikipedia.org/wiki/Babylon_(Kino) Kino Babylon], im [https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fgastst%C3%A4tte_Ahornblatt "Ahornblatt"] und ähnlichen passenden Lokalitäten plaziert. | ||
Nach fünf Jahren wurde Adamski, seit 1985 Mitglied der Sektion Jazz beim Komitee für Unterhaltungskunst und mittlerweile Leiter des Klubs, freigestellt und das Programm mit neuem Personal systemkonformer gestaltet. Adamski hatte diese Änderungen verweigert und stellte 1986 einen Ausreiseantrag. Im gleichen Jahr wurde er Manager von '''[[die anderen]]''', organisierte Konzerte diverser ''[[:Category:die anderen bands|"anderer bands"]]'' in Berlin und | Nach fünf Jahren erfolgreicher Tätigkeit wurde Adamski, seit 1985 auch Mitglied der Sektion Jazz beim Komitee für Unterhaltungskunst und mittlerweile Leiter des Klubs, freigestellt und das Programm mit neuem Personal systemkonformer gestaltet. Adamski hatte diese Änderungen verweigert und stellte 1986 einen Ausreiseantrag. Im gleichen Jahr wurde er [[:Category:Manager*innen|Manager]] von '''[[die anderen]]''', organisierte Konzerte diverser ''[[:Category:die anderen bands|"anderer bands"]]'' in Berlin und weiteren Städten der DDR und war maßgeblich an der Organisation der Veranstaltungsreihe [[Off Ground|"Off Ground"]] (Potsdam) und der Multimedia-Show '''[[New Affaire]]''' beteiligt. Im Frühjahr 1989 verließ er dann die DDR.<br>Nach seinem Abgang aus dem "Pieck-Klub" wurden 1985 das kritisierte Jazzprogramm und weitere etablierte Veranstaltungen von Jochen Lenhard in den neuen [[Sophienklub]] überführt. | ||
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Aktuelle Version vom 19. März 2026, 13:19 Uhr
Jugendklub in der Wilhelm-Pieck-Straße 153 (heute Torstraße, Berlin-Mitte), eröffnet 1981.
Bei seiner Eröffnung war der umgangssprachlich verkürzte "Pieck-Klub" die größte unter den derzeit vom Kreiskulturhaus Berlin-Mitte verwalteten Wohngebiets-Jugendfreizeiteinrichtungen (siehe unten). Ein vergleichsweise hohes Budget und gleich vier hauptamtliche Mitarbeiter (Adam Adamski, Jochen Lenhard, Carsten Arold und Rosemarie Petters) sorgten für ein ambitioniertes Veranstaltungsprogramm und machten den Klub in kurzer Zeit zu einem "überregionalen Treff der Blues-, Jazz- und Folk-Szene Ost-Berlins" mit einem fachkundigen, bunten Stammpublikum. Es gab Vorträge, kleine Ausstellungen, Theaterproben, kreative Zirkelnachmittage für Jugendliche und Erwachsene. Dazu kamen Diskotheken mit spezialisierten DJs zu Themen wie Jazz/Fusion-Rock, Indie, Funk & Soul, sowie Rock- und Jazzkonzerte und thematisch dazu passende Workshops. Das Jazzprogramm wurde aus dem zuvor dafür bekannten JK Krausnickstraße übernommen. Der 120 Plätze bietende Saal war beständig ausverkauft bzw. überfüllt, Veranstaltungen mit noch größerem Zuspruch wurden mit Partner-Klubs im Kino Babylon, im "Ahornblatt" und ähnlichen passenden Lokalitäten plaziert.
Nach fünf Jahren erfolgreicher Tätigkeit wurde Adamski, seit 1985 auch Mitglied der Sektion Jazz beim Komitee für Unterhaltungskunst und mittlerweile Leiter des Klubs, freigestellt und das Programm mit neuem Personal systemkonformer gestaltet. Adamski hatte diese Änderungen verweigert und stellte 1986 einen Ausreiseantrag. Im gleichen Jahr wurde er Manager von die anderen, organisierte Konzerte diverser "anderer bands" in Berlin und weiteren Städten der DDR und war maßgeblich an der Organisation der Veranstaltungsreihe "Off Ground" (Potsdam) und der Multimedia-Show New Affaire beteiligt. Im Frühjahr 1989 verließ er dann die DDR.
Nach seinem Abgang aus dem "Pieck-Klub" wurden 1985 das kritisierte Jazzprogramm und weitere etablierte Veranstaltungen von Jochen Lenhard in den neuen Sophienklub überführt.
Netzinfo: Wikipedia
Jugendklubs Berlin-Mitte (bis 1989): Club 29 | JK "Klub International" | JK Krausnickstraße | Pieck-Klub | Sophienklub | JK Wallstraße | JK Weinbergsweg | JK Wolliner Straße