Sophienklub

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Jugendklub in Berlin-Mitte (Sophienstraße 6), 1985 bis 2016.

Die Räumlichkeiten auf dem Gelände der Hackeschen Höfe wurden 1985 als neunter Jugendklub des damaligen Kreiskulturhaus Mitte (siehe auch Club 29) eröffnet. Das Programm wurde vom nahe gelegenen Pieck-Klub übernommen, der dadurch kulturpolitisch "auf Linie gebracht" werden sollte. Auch der dort noch stellvertretende Klubleiter Jochen Lenhard wechselte hierher. Der Klub wurde rasch "eine wichtige Adresse im Rahmen künstlerischer Produktion jenseits des politischen Diktats", Kontaktstelle und Treffpunkt vor allem für Musiker, aus Ost und auch West. Feste Programmbestandteile waren die "Jazzwerkstatt" mit Conny Bauer & Gästen, das "Gitarrenspecial" mit Uwe Kropinski & Gästen sowie die freitägliche Jazz- und Indie-Diskothek mit den DJs Peter Resmann, Peter Thinius oder Ulf Drechsel.
Lenhard kündigte im März 1987, im September 1987 wurde der Klub unter Steffen Fuchs neueröffnet. Neben experimentellen Jazzformationen wie z.B. Fabrik und sogenannten "anderen bands" traten auch solche ohne offizielle Spielerlaubnis auf (siehe z.B. hier).
1991 wurde der Club als erste bezirkseigene Kultureinrichtung in freie Trägerschaft (GmbH) überführt. Als Diskothek lebte er weiterhin vom "Charakter eines Ostclubs". Im Jahr 2016 wurde er geschlossen.

Netzinfo: Wikipedia | www.rockinberlin.de