Haus der Volkskunst

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Theaterhaus in Leipzig-Lindenau (Lindenauer Markt 21).

Das Gebäude wurde 1910/11 als Gasthaus mit Hotel und angeschlossenem großen Ballsaal errichtet, so konnte es nach den Zerstörungen des Krieges ab 1946 zunächst als Spielstätte der Operettensparte genutzt werden. Diese zog 1960 als "Musikalische Komödie" in das dafür aufwändig umgebaute nahegelegene "Haus Dreilinden" und am Lindenauer Markt entstand unter dem neuen Namen "Haus der Volkskunst" ein Zentrum für Arbeiter- und Laientheater. 1979 wurde im Haus u.a. das bereits 1983 wieder verbotene Kabarett "Leipziger Brettl" gegründet. 1988 entstand hier mit dem "Sonntags-Club" die erste Leipziger Initiative für Schwule & Lesben außerhalb der Kirche, aus dem 1990 der RosaLinde e.V. hervorging. 1993 musste das Haus der Volkskunst jedoch wegen erheblicher baulicher Mängel geschlossen werden, ab 1994 erfolgten Sanierungsmaßnahmen die erst 2003 abgeschlossen waren, um hier nun eine langfristige Heimstätte für das renommierte, aber seit 1989 "heimatlose" "Theater der jungen Welt" (gegr. 1946) zu schaffen. Bereits seit 1999 (bis 2018) wurde das Haus zudem als Spielstätte für das LOFFT, einen Zusammenschluß mehrerer Leipziger Off-Theater genutzt.

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre tauchte das "HdV" sporadisch auch als Ort für subkulturelle Konzerte, u.a. mit Die Art, Neu Rot, Wildwuchs II, Spontane Volkskunst und The Huck auf. Diese hatten aber mit Sicherheit keinerlei offiziellen Charakter sondern wurden, als "Privatveranstaltungen" deklariert, von einzelnen Personen ermöglicht die dem Haus angehörten bzw. nahestanden.

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