Neue Gruppen stellen sich vor: Unterschied zwischen den Versionen
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Mit diesem Format begann die planmäßige "Arbeit" der IG Rock für die Nachwuchs-Bandszene in Leipzig. Anstatt der zuvor in langwierigen Auswahlverfahren zusammengesuchten Teilnehmer diverser Veranstaltungen mit Werkstatt-Charakter wie dem "1. Leipziger Rockladen" (10. bis 12. November 1983) oder der "Bezirkswerkstatt für Jugendtanzmusik" (März 1984) stellte die IG ab April 1984 ihre Bühne kurzfristig und niederschwellig jungen Bands für öffentliche Konzerte zur Verfügung. Dabei standen weder eine akademische Vorbildung noch ein Selbstverständnis von Rockmusik als Medium DDR-konformer Bildung & Unterhaltung im Vordergrund. Dementsprechend voraussetzungslos konnten auch Bands ohne offizielle [[:Category:Einstufung|"Spielgenehmigung"]] hier auftreten, in diesen Jahren noch eine rechtliche Grauzone. Ziel war, so Musiker mit einer höheren Akzeptanz beim anvisierten Publikum zu erreichen und ihnen erst in einem zweiten Schritt die Vorteile einer Einstufung nahezubringen und danach ggf. als Vermittler und Ratgeber zu begleiten. Anfangs spielten meistens zwei Bands bei den im Abstand von zwei, drei Monaten organisierten Konzertabenden, im ersten Jahr noch überwiegend mit Blues- und Jazzrock Hintergrund und einem eher konventionellen Rock/Pop-Selbstverständnis. Ab 1985 intensivierte sich die Veranstaltungsfrequenz und Bands mit Wurzeln in "dekadentem" Punk und New Wave kamen hinzu. Spätestens ab Mai 1985 wurden Auftritte bei "Neue Gruppen stellen sich vor" gleich vor Ort als Einstufungsveranstaltungen genutzt. Hierbei kam die enge Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen wie den Kulturkabinetten der Stadtbezirke zum tragen, ohne dass für das Publikum dieser administrative Charakter sichtbar im Vordergrund stand. Die "Ausbeute" der ersten acht Veranstaltungen der Konzertreihe wurde schließlich im Juni 1985 erfolgreich (und nun größtenteils durch Einstufung "abgesichert") beim dreitägigen [[IG Rock Festival|"IG Rock Festival"]] präsentiert, damit qualifizierte sich die IG Rock nach allen Seiten als derzeit wichtigster Ansprechpartner für den Leipziger Band-Nachwuchs | Mit diesem Format begann die planmäßige "Arbeit" der IG Rock für die Nachwuchs-Bandszene in Leipzig. Anstatt der zuvor in langwierigen Auswahlverfahren zusammengesuchten Teilnehmer diverser Veranstaltungen mit Werkstatt-Charakter wie dem "1. Leipziger Rockladen" (10. bis 12. November 1983) oder der "Bezirkswerkstatt für Jugendtanzmusik" (März 1984) stellte die IG ab April 1984 ihre Bühne kurzfristig und niederschwellig jungen Bands für öffentliche Konzerte zur Verfügung. Dabei standen weder eine akademische Vorbildung noch ein Selbstverständnis von Rockmusik als Medium DDR-konformer Bildung & Unterhaltung im Vordergrund. Dementsprechend voraussetzungslos konnten auch Bands ohne offizielle [[:Category:Einstufung|"Spielgenehmigung"]] hier auftreten, in diesen Jahren noch eine rechtliche Grauzone. Ziel war, so Musiker mit einer höheren Akzeptanz beim anvisierten Publikum zu erreichen und ihnen erst in einem zweiten Schritt die Vorteile einer Einstufung nahezubringen und danach ggf. als Vermittler und Ratgeber zu begleiten. Anfangs spielten meistens zwei Bands bei den im Abstand von zwei, drei Monaten organisierten Konzertabenden, im ersten Jahr noch überwiegend mit Blues- und Jazzrock Hintergrund und einem eher konventionellen Rock/Pop-Selbstverständnis. Ab 1985 intensivierte sich die Veranstaltungsfrequenz und Bands mit Wurzeln in "dekadentem" Punk und New Wave kamen hinzu. Spätestens ab Mai 1985 wurden Auftritte bei "Neue Gruppen stellen sich vor" gleich vor Ort als Einstufungsveranstaltungen genutzt. Hierbei kam die enge Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen wie den Kulturkabinetten der Stadtbezirke zum tragen, ohne dass für das Publikum dieser administrative Charakter sichtbar im Vordergrund stand. Die "Ausbeute" der ersten acht Veranstaltungen der Konzertreihe wurde schließlich im Juni 1985 erfolgreich (und nun größtenteils durch Einstufung "abgesichert") beim dreitägigen [[IG Rock Festival|"IG Rock Festival"]] präsentiert, damit qualifizierte sich die IG Rock nach allen Seiten als derzeit wichtigster Ansprechpartner für den Leipziger Band-Nachwuchs. | ||
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15. - 17. Juni | |||
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'''[[VI. Leipziger Rockfestival]]''' | |||
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Version vom 12. August 2026, 12:07 Uhr
Von der IG Rock gestartete Konzertreihe im JKH "Erich Zeigner" (April 1984 bis November 1987).
Mit diesem Format begann die planmäßige "Arbeit" der IG Rock für die Nachwuchs-Bandszene in Leipzig. Anstatt der zuvor in langwierigen Auswahlverfahren zusammengesuchten Teilnehmer diverser Veranstaltungen mit Werkstatt-Charakter wie dem "1. Leipziger Rockladen" (10. bis 12. November 1983) oder der "Bezirkswerkstatt für Jugendtanzmusik" (März 1984) stellte die IG ab April 1984 ihre Bühne kurzfristig und niederschwellig jungen Bands für öffentliche Konzerte zur Verfügung. Dabei standen weder eine akademische Vorbildung noch ein Selbstverständnis von Rockmusik als Medium DDR-konformer Bildung & Unterhaltung im Vordergrund. Dementsprechend voraussetzungslos konnten auch Bands ohne offizielle "Spielgenehmigung" hier auftreten, in diesen Jahren noch eine rechtliche Grauzone. Ziel war, so Musiker mit einer höheren Akzeptanz beim anvisierten Publikum zu erreichen und ihnen erst in einem zweiten Schritt die Vorteile einer Einstufung nahezubringen und danach ggf. als Vermittler und Ratgeber zu begleiten. Anfangs spielten meistens zwei Bands bei den im Abstand von zwei, drei Monaten organisierten Konzertabenden, im ersten Jahr noch überwiegend mit Blues- und Jazzrock Hintergrund und einem eher konventionellen Rock/Pop-Selbstverständnis. Ab 1985 intensivierte sich die Veranstaltungsfrequenz und Bands mit Wurzeln in "dekadentem" Punk und New Wave kamen hinzu. Spätestens ab Mai 1985 wurden Auftritte bei "Neue Gruppen stellen sich vor" gleich vor Ort als Einstufungsveranstaltungen genutzt. Hierbei kam die enge Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen wie den Kulturkabinetten der Stadtbezirke zum tragen, ohne dass für das Publikum dieser administrative Charakter sichtbar im Vordergrund stand. Die "Ausbeute" der ersten acht Veranstaltungen der Konzertreihe wurde schließlich im Juni 1985 erfolgreich (und nun größtenteils durch Einstufung "abgesichert") beim dreitägigen "IG Rock Festival" präsentiert, damit qualifizierte sich die IG Rock nach allen Seiten als derzeit wichtigster Ansprechpartner für den Leipziger Band-Nachwuchs.
Konzerte mit * waren nach Aktenlage gleichzeitig Einstufungen.
"Neue Gruppen stellen sich vor"
| 1984 | Bands | 1985 | Bands | 1986 | Bands | 1987 | Bands |
|
5. Folge |
14. Folge |
19. Folge |
Zoff / Squealer / Facette / | ||||
|
6. Folge |
15. Folge |
20. Folge |
Brave Jungs / Tonic Bitter / | ||||
| 1. Folge 25. April |
Stresskompanie / |
7. Folge |
tba. |
16. Folge |
Jeunesse / Lilienthal |
21. Folge |
Wildwuchs II * / Reininghaus * / |
|
8. Folge |
17. Folge |
||||||
|
14.-16. Juni |
27.-29. Juni |
15.-17. Mai |
|||||
| 2. Folge 19. Juni |
9. Folge |
tba. |
|||||
|
10. Folge |
tba. |
||||||
| 3. Folge 6. September |
11. Folge |
Rockpol / |
22. Folge |
||||
|
12. Folge |
tba. |
23. Folge |
Wildwuchs II * / Schmerzgrenze | ||||
| 4. Folge 7. November |
Süd-Rock / |
13. Folge |
Justus / |
18. Folge |
24. Folge |
Pal / Die Vögel / Facette |
Das Konzept wurde ca. zwei Jahre lang nach ähnlichem Schema weitergeführt, die Nachfrage unter den Bands wuchs und damit auch der Umfang der einzelnen Konzerte der Reihe. Wahrscheinlich führte sowohl diese Entwicklung als auch die nun problemloser ablaufenden und akzeptierten Einstufungen zur Modifikation der Reihe und zum Verzicht auf ihren inzwischen etwas "altbackenen" Titel. Ab Februar 1988 liefen diese Konzerte nun unter "Rock-Laden", aber bis 1989 weiterhin mit obligatorischen Vor-Ort-Einstufungen.
Die Daten für 1990 stammen aus einem ca. Juli dieses Jahres verfassten Tätigkeitsbericht der IG Rock, ob und wie es danach noch weiterging ist bisher offen. Im Februar 1991 startete die Konzertgruppe "reAktion" mit ihrer gleichnamigen Veranstaltungsreihe im "Eiskeller", spätestens damit endete die IG Rock-Ära an diesem Ort.
"Rock-Laden"
| 1988 | Bands | 1989 | Bands | 1990 | Bands |
| 3. Februar |
Plastic Flowers / Tarantula / Dr. Jenzz / Gelee Royal * / Mad Affaire / |
||||
| 23. März |
Trübkraft Umsonst / Dr. Jenzz / Alt-Ötsch / Morgentau / Ferl 42 |
März |
4 Bands (tba.) | ||
| 27. April "extra" |
5. April |
Unklar / Defloration / Neu Rot / Zorn |
April |
"extra": Deadbanger (Köln) + tba. (Leipzig) | |
| 4. Mai |
Die Spieler / Unklar / Edelweisz / BADBOY / Open Ohr |
3. Mai |
Mai |
"extra": Scandalous Smile + Rock'n'Rolls Royce & Brass Brothers Connection (Amberg, BY) / Sandow | |
| 10. - 12. Juni |
09. - 11. Juni |
15. - 17. Juni |
|||
| 28. September |
The Real Deal / Ensemble Tsing Tse / Trugschluss / Die Spieler |
27. September |
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| 12. Oktober |
25. Oktober |
tba. |
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| 16. November |
Antistatic / Trio Raubein / The Tishvaisings |
8. November |
|||
| 7. Dezember "extra" |
10. Dezember |
Defloration / Wunderbar in GDR / Reinfall |