Andreas Welskop

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Musikmanager aus Berlin (*1965).

Die Laufbahn von Welskop ist seit Ende der 1980er mit gleich mehreren verschiedenen, zu ihrer Zeit relevanten musikalischen Szenen verbunden. 1989 begann diese Geschichte mit der Berliner Indie-Band Kampanella is Dead. Anfangs vielleicht noch als Joke gedacht, dienten unmittelbar mit der sogenannten "Wende" alle von ihm gestarteten Aktivitäten unter dem Logo Canibal Cartell der professionellen Vermarktung seiner Schützlinge. Als ultimatives Sprungbrett in den deutschen Musikmarkt sollte die LP-Compilation "All tomorrow's parties" (Z / Deutsche Schallplatten GmbH) dienen, die aber 1990 am zurückhaltenden Marketing des gerade in die Privatwirtschaft überführten ehemaligen DDR-Staatslabels zu scheitern drohte. Welskop organisierte darum auf eigene Rechnung eine Package-Tour aller vier beteiligten Bands (daneben noch The Fate, B.Crown und Big Savod & the Deep Manko), die den Jungmusikern einiges abverlangte. Nach einem weiteren Track auf dem "Celebrating the eggman"-Sampler erschien 1991 die erste KiD-12"EP auf dem Eigenlabel Canibal Records, ging aber leider unter.
Welskop hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits ein neues Standbein gesucht und in der aufkeimenden Ostberliner HipHop-Szene gefunden. Im Umfeld des Adlershofer Jugendklubs "Come In" initiierte er im Rahmen einer vom Senat geförderten Streetwork-Initiative 1991 die SWAT-Posse, ein HipHop-Kollektiv das nicht nur Musik machte sondern auch zahlreiche Konzerte nebst Exkursionen in die Szenen anderer Städte organisierte und diese ab 1992 auf Video dokumentierte.
1998 lernte er schließlich den erst 18jährigen Thomas "Clueso" Hübner aus Erfurt kennen und investierte sogleich eine Fülle an Ideen in das junge Talent, so gründete er 1999 mit dem Kölner Produzenten Albert Gabriel das Label 10 Vor 10, das 2003 (nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Gabriel) unter dem Namen Zughafen weitergeführt wurde. So hieß bereits das von Welskop, Clueso und Norman Sinn 2002 gegründete Kreativzentrum in Erfurt, seit 2017 "Zughafen Kulturbahnhof GmbH" mit Welskop als Geschäftsführer. Er ist (war) außerdem Manager des Berliner Singer/Songwriters Max Prosa.